PROGRAM
INFO
RomDe

La notg vegn freida! Prender cun vestgadira caulda. Ei ha negin Bacomat a Tersnaus - prender cun raps.

Entrada - prezis directivs:
venderdis 20.-
Sonda 25.-
Dumengia 10.-
fin d'jamna 35.-

Nus vulein promover il brat denter disciplinas dad art, denter la populaziun regiunala e surregiunala, denter grond e pign, la veta muntagnarda, art, las muntognas e l’agricultura.

Viadi

Da Glion cun la posta direcziun Val S.Pieder tochen Tersnaus spv. – da via ensi tochen la „fontauna da nino“, seniester dretg seniester e pi agradora. Sche pusseivel vegnir cun traffic public – ei ha mo paucs parcadis.

Pernottaziun

En tenda ni sut las steilas.

Il festival ha liug sin in bein puril – negin veider e scamond da fimar en tut las localitads!

Alimentaziun

Nus cuschinein sche pusseivel biologic e regiunal. Ei dat in brunch sonda e dumengia ed mintgamai ina tscheina communabla. Pizza, crêpes, e cafè duront il di. Collecta cun prezi directiv.

Prevendita

Cumpra uss gia tiu ticket – quei gida nus fetg per l’organisaziun. Ti pagas sin il conto (IBAN: CH82 0839 0036 3007 1000 1 Lidimer, Via Dacla 9, 7116 Tersnaus) CHF 35.- (prezi directiv) cun in messadi cun tiu num. Engraziel fetg!

Responsabladad

L’uniun Lidimer che organisescha il Festival Buatsch refusescha mintga responsabladad duront il festival.

Contact

buatschfestival@gmail.com
Uniun Lidimer
Via Dacla 9
7116 Tersnaus

Sponsurs

Senza daners supplementars fuss il festival Buatsch buca realisabel. Nus engraziein ad ils suantonts sponsurs:

Boner Stiftung für Kunst und Kultur

Venderdis
Anatina

Entrada

16:00

Anatina

18:30
Das wippen der Kuhschwänze in Slow-motion, mit der Leichtigkeit der Federn Das Duo Anatina sind mit ihren beiden Gitarren und einer Bassedrum mittlerweile in der ganzen Schweiz unterwegs. In den Bergen fühlen sich die beiden Bündnerinnen besonders wohl und rocken die Bühne mit viel Charme. Die jungen Musikerinnen finden sich zwischen den beiden Musikrichtungen Singer & Songwriter und Indie-Rock wieder und verzaubern Geist und Seele.
Flurina Wiedemann
Amazing Angry

Mischgewebe

21:00
Oho! Welch elektronische Klänge bescheren uns denn hier? Melanie und Bill besingen und verspielen uns in die erste Nacht. Die Bäume lassen sich an Blätter und Wurzeln streichen und schmeicheln. Da kommen Spatzen und Schwalben vorbeigeflogen – wir hören so gerne zu und sehen das Gewebe wie Stroh im Mist ausbreiten!
Mischgewebe
Dj Caschiel

Amazing Angry

22:30
Aus Curaglia kommen interessante Klänge. Sonnenbrille im Nebel. Ochse, sei stur! Spectachel, animescha la garascha!

Dj Caschiel

+/- 23:30
Gehen wir dieser unsäglichen, nichts aussagenden Musikgenre-Bezeichnung auf etymologischen Grund.
punk /pʌŋk/ (spunk; morsches Holz als Anzünder verwendet). Ich weiss nicht was das soll. Wir BerglerInnen nehmen getrocknete Kuhfladen, um Feuer zu entfachen. Es stinkt bestialisch, funktioniert aber garantiert - auch bei Sauwetter. Du fragst dich, was ein Anzünder mit Musik zu tun hat? Ja, wir BerglerInnen sind nun mal romanisch, ääh, romantisch. Lustig sind wir auch.
'n'roll /nrouul/ originally a verb phrase common among African Americans, meaning "to have sexual intercourse". Sex! Was hat Sex mit Musik zu tun? Und was hat das in den Bergen zu suchen? Darf man das hier überhaupt laut aussprechen? Dare you! Wir BerglerInnen sind offen für alles.

surf /sörrf/ perhaps a phonological respelling ofsough, which meant 'a rushing sound.' Ein rauschendes Geräusch – das kann so ziemlich alles sein. Im Kontext des Kuhfladendiskurses wohl ein Geräusch glitschiger, wohlriechender Art.   safari

/schafari/ from Kiswahili, from Arabic safara ‘to travel.' Eine Reise in exotische und unbekannte musikalische Waldtiefen und Berghöhen. Finden wir den Weg zurück? Trust DJ Caschiel!
Donat Albin

Filibuster

Filibuster
+/- 23:30
Die Berge wummern, ziehen mit. Auch hier gibt es mal Erdbeben. Kühe wippen zu den Bässen, Hühner schlagen ihre Flügel - gibt’s auch mal ein Kikeriki? Wir sind gespannt auf Filibuster!
Sonda
Jarvas curativas

Jarvas curativas cun Edith

10:30
Was versteckt sich alles in der Kraft der Sprossen, Blüten und Blätter? Wir sagen nichts mehr – kommt staunen!
Permakultura

Permakultura cun Mila Laager

10:30
Permawas? Wir sagen nur eins: alles hängt zusammen! Hier werden wir uns dessen bewusst!
Tuor da Siemis
Prelecziun en stalla da tat cun

Tuor da Siemis

14:00
Il Collectiv Tersnaus envida ella rama dil «Buatsch-Festival» ad ina construcziun d’ina tuor: ina tuor construida da tuts e tuttas cun lur siemis, ideas e patratgs sur dalla veta muntagnarda.

Prelecziun en stalla da tat cun Sarn

Amanda Deplazes
15:00
Hier wagen wir uns, Nichts zu schreiben. Denn die drei haben sich ganz viel aufgeschrieben - und lesen es uns vor!

David Isenschmid

15:00
Er kommt hoch und lässt sich von den Weiden und Felsen, Wälder und Ställen inspirieren – wir sind gespannt wie ein Zaundraht!

Amanda Deplazes

16:00
Fin finett, la vusch, seschluieta en mintga ureglia - negin sa gi na. Sco las fluras las pli finas dall’alp, precaut maglian las cauras, cun in dun da veser la bellezia - e quella porta Amanda en nossas olmas. La saitas dattan il panorama, la vusch ruasseivla - mo l’entira vallada teidla tier. Il legn vegl dalla stalla da tat vegn a tschitschar si tut quei!
Dina Sennhauser
Yassin Mahdi

Yassin Mahdi

18:00
Eine Libelle zieht durch die Welt, leicht, durch noch unentdeckte Höhlen - ihre Schwingungen hallen. So elektronisch? Versteckte Drohne? Neinnein - es ist Yassin - er singt aus der Libellenseele, nimmt die Schwinungen auf. Die Bässe kommen von einem Vogel, der sie begleitet, gegenseitig erzeugen sie den Rhythmus. Hinein in unseres Innere, hinaus in das Bergpanorama!
Annie Taylor

Annie Taylor

21:00
Die psychedelischen Klänge gleiten über die Berge, in satt grünem Gras. Bei diesen Schwingungen schlägt der Bartgeier nur einmal seine Flügel. Doch da kommt eine Moped-Fahrerin, der Motor frisiert, die Haare zerzaust und wohl auch Löcher in den Hosen. So findet auch diese Welt ihr Gleichgewicht. Das findet sogar der Wolf toll und erhascht sich diese feurigen Rock-Töne.
DoubleTrouble

DoubleTrouble

23:00
Doubletrouble scannen das Youtube Netz nach vergessenen und noch nicht entdeckten Hits und brachten bisher Luzerner Ateliers, Innerschweizer Stuben und Bernen Scheunen zum Glühen. Das Unterland haben sie eingenommen...Next Step: Berg!“Peter! D’Berga brennend!?!” - Nai nai, Heidi, waisch, das isch DoubleTrouble, dia sind on fire!”Naemi Zurbrügg
Piaggio Ciao Boys

Piaggio Ciao Boys

01:30
Alle Geissen springen, alle Vögel fliegen aus, Kühe stampfen. Komm lass uns animal farm spielen. Freiheit oder Revolte? Die Zäune werden werden mit Techno niedergestampft!

Dj Tubac

Tard
Er kennt jede Stallecke, alle Bewegungen der Kühe und Geissen und jeden Maschinenklang des Hofes seit Kindheit. Was serviert uns wohl Donat?
Dumengia
Pascal Gamboni

Pascal Gamboni

e sia musica - tuatschina, sempla e buna, DA COR a cor, autentica e SIMPATICA, orginala cun ragischs, VERDEIVLA e sincera, ritmica e sentimentala, loma e dira…Quei ed aunc bia dapli fa la musica da Pascal Gamboni UNICA. Sias canzuns vegnan a dar il TOUCH TUATSCHIN  al festival Buatsch – ed emplenir LA TUOR DA SIEMIS cun TUNS e CANZUNS
Alexi Nay
far uorden communablamein

far uorden communablamein

13:00
Tersnaus – in’enxaltaziun

In text da Nathanael Tissot
Hey du. Ich möchte dir eine Geschichte erzählen, darf ich? Eine Geschichte über ein kleines Stück Welt, ein Stück Welt, wo die Uhr noch etwas langsamer ticken darf und sich der Pöstler noch Zeit nimmt für ein Café, wenn dieser ihm angeboten wird. Ein Stück Welt, wo so manch eine Austauschstudentin auf ihrem Hippie-Trip, oder ein Zivi, welcher nicht genau wusste, was er mit seinem Leben anstellen soll, ein kleines Stück Herz zurückgelassen und Liebe dazu gewonnen hat. Und du weisst was passiert, wenn Liebe in der Luft liegt? Es gibt Nachwuchs. Aber dazu später mehr.
Dieses kleine Stück Welt ist wie Prinzessin Diana es war, nur noch viel schöner. Hätte Diana diesen Ort besucht, sie wäre sicher nicht so schnell nach London zurückgereist. Möglicherweise hätte sie Robert kennengelernt, den Bauern, welcher jeden Morgen vor und nach dem Stallbesuch bei warmem Licht in der Küche genügsam seinen Café schlürft und dazu die „Quotidiana“ liest. Genau dieser Robert ist für mich sinnbildlich für dieses kleine Stück Welt, welches im Übrigen den Namen Tersnaus trägt. Das erzähle ich euch, weil ich genau mit diesem Robert am gleichen Tisch sass und ich bei ihm diese innere Zufriedenheit und Genügsamkeit auf einmal auch bei mir feststellen konnte. Woher kam das? War es die Bergluft? Nein, das wäre zu plakativ, die gibt es im Berner Oberland auch, eventuell der Alpkäse? Der war zwar super Lecker aber es musste etwas Anderes sein. Aber was?
Tatsächlich war dieses Idyll, bei welchem das gelbe Postauto nur alle Stunden und am Wochenende auf Bestellung hält, versteckt zwischen Ilanz und Vals, zeitweise geprägt von einst verschlossenen und verkorkten Dorfbewohnenenden. Denn 1395 fingen Walserinnen und Walser aus dem benachbarten Vals in das klimatisch günstigere Stück Welt einzuwandern. Ja, Menschen liessen sich in Tersnaus nieder. Wäre Siddharta dabei gewesen, hätte er wohl sein Atman dort gefunden und alles wäre anders gewesen. War nicht so und deshalb wollten die Murxis aus Tersnaus einer Überfremdung vorbeugen, indem sie 1547 ein Verbot errichteten, welches besagte, dass den Valserinnen und Valsern den Kauf von Land im Dorf verunmöglichte. Das Lugnezer Heiratsverbot trat also in Kraft. Der damals überbewerte Graf von Sax-Misox verbot zudem die Heirat zwischen romanischsprachigen Einheimischen und zugewanderten Walserinnen und Walsern. Tja, die Zeiten ändern sich, Gala bleibt. Was sich am 18. Juli 1900 im Dorf ereignete, hätte nicht einmal Mike Shiva für möglich gehalten. Das ganze Dorf fiel einem Grossbrand zum Opfer und nur ein Haus, eine Kirche und ein Stall überlebten diese Katastrophe. Im Alten Testament steht geschrieben, dass Jesus womöglich in diesem Stall das Licht der Welt erblickte. Ich jedoch wage dies zu bezweifeln. Naja, auf jeden Fall war dies für die Menschen aus dem Dorf damals zu vergleichen, wie für mich heute ein mehrfacher Knochenbruch auf der Fuorcla Piste in Laax. Dumm gelaufen. Aber das Bein wurde zusammengeschraubt und die Häuser neu errichtet. Allem Anschein nach hatte die Gemeinde in den letzten Jahren gut Geschäfte gemacht und so lag sogar noch eine Zufahrtsstraße im Budget drin, welche direkt zur Hauptverkehrsachse im Tal führte und wo Postauto wiederum Geschäfte roch und auf dieser nun Millionengewinne erzielt. Robert braucht das Postauto selten bis nie. Er hat einen Transporter, einen VW Bus und noch so ein Jeep-artiges Auto. Zudem war es nicht Prinzessin Diana, welche ihr Herz an Robert vergeben hat und umgekehrt, nein, die junge Sennin Edith aus Aachen war und ist es. Es gab Nachwuchs. Voilà. Einfach so. Ihr wisst ja wie schnell das gehen kann. Und dieser Nachwuchs wurde so herangezogen, dass geschätzt wird, was Mensch hat. Der Käse wird von der Käserinde fingernagelbreit abgeschnitten, sodass keine Vergeudung stattfinden kann. Die Instrumente sind vorhanden, also wird geübt. Das Fahrrad steht nicht in der Ecke um schön zu sein, also werden Weltmeistertitel geholt. Es wirkt alles ein bisschen so, als hätte dieses Tersnaus irgendwie Richtigkeit. Der Tisch ist mit frisch gebackenem Brot, selber gemachter Butter und Käse belegt und das Gästezimmer wartet auf seine Gäste. Und mir schwebt vor, dass ich immer noch offene Fragen habe. Ist es dieses Tersnaus, von welchem Robert diese Genügsamkeit gelernt hat, oder ist es das Dorf Tersnaus, welches diese Genügsamkeit dank Robert erlernen durfte?

Sche ti segidas vegn il buatsch aunc pli bials! Ti astgas denton naturalmein era mo guder.

Gidontras e gitonters duront il festival Buatsch astgan fetg bugen sescriver en in plan da lavur all’entrada.

Sche ti vul segidar avon e suenter il festival – scriva in mail a buatschfestival@gmail.com

Gidontras e gidonters pagan – sco las organisaturas ed ils organisaturs era – il prezi d’entrada, survegnan sco pign engraziament bons per ina maglia ed ina bubronda.

TERSNAUS
GIDAR